Schwefelbecken von Borjomi: Thermalquellen im Wald oberhalb der Kurstadt

Die Schwefelbecken von Borjomi sind eine kleine Gruppe von Thermalbecken unter freiem Himmel, gespeist von warmem, mineralreichem Quellwasser, in den bewaldeten Hügeln oberhalb von Borjomi — der Mineralwasser-Kurstadt in der Region Samtskhe-Javakheti im Süden Georgiens (dem Land im Südkaukasus). Zu Fuß über einen Waldpfad das Flusstal hinauf vom Zentralpark von Borjomi oder mit dem Fahrzeug über eine raue Piste erreichbar, gehören sie zu den wahrhaft erholsamsten Ausflügen der Gegend von Borjomi: zwanglos, vollständig in den Wald eingebettet und weit genug die Schlucht hinauf, dass der Trubel der Stadt unten bei der Ankunft angenehm fern wirkt. Bei den Becken — wegen ihrer Ursprünge aus der Kaiserzeit mitunter die „Bäder der Zaren" genannt — geht es ebenso sehr um die natürliche Umgebung wie um das Wasser: warmes Mineralbaden auf einer Lichtung neben einem Gebirgsbach, ringsum der Wald.

Was sind die Schwefelbecken von Borjomi?

Die Schwefelbecken von Borjomi sind natürliche Thermalbecken unter freiem Himmel im Wald, etwa 3 km flussaufwärts vom Zentralpark von Borjomi, im Süden Georgiens. Das warme, schweflige Mineralwasser sammelt sich in einigen einfachen Becken aus Stein und Beton auf einer Lichtung am Bach, umgeben vom dichten Wald der Schlucht. Ursprünglich in der Romanow-Zeit angelegt (die „Bäder der Zaren") und Mitte der 2000er-Jahre restauriert, werden sie über eine 30- bis 45-minütige Waldwanderung vom Zentralpark oder über eine raue Fahrzeugpiste erreicht. Der Reiz liegt in der natürlichen Umgebung und im schlichten Vergnügen, im Freien warm und mineralhaltig zu baden — die Einrichtungen sind sehr einfach, daher nähert man sich ihnen am besten als rustikalem Waldbad und nicht als gepflegtem Spa.

Das Wasser

Das Wasser stammt aus demselben weiten geothermischen System, das die berühmten Mineralquellen von Borjomi im Zentralpark speist, doch es unterscheidet sich vom kalten, stark kohlensäurehaltigen Trinkwasser unten in der Stadt: Hier tritt es warm und schweflig aus und wird in einer Reihe offener Becken aufgefangen. Die Temperatur ist eher mäßig als heiß — angenehm warm, von Becken zu Becken und je nach Jahreszeit schwankend, und manche Besucher empfinden es kühler als erwartet; richten Sie Ihre Erwartung also eher auf ein „angenehm warmes Bad" als auf eine „heiße Quelle". Der Schwefel verleiht dem Wasser den charakteristischen leichten Schwefelwasserstoffgeruch, der Schwefelquellen überall eigen ist; er lässt nach, sobald man sich gewöhnt, und ist schlicht ein natürliches Merkmal der Wasserchemie, kein Zeichen irgendeiner Verunreinigung.

Schwefelhaltige Thermalwässer wie diese werden seit Langem mit Bädern gegen Haut-, Gelenk- und Kreislaufbeschwerden in Verbindung gebracht, und die örtliche Überlieferung schreibt diesen Becken erholsame Eigenschaften zu, solange man sie kennt — die kaiserliche und sowjetische Kurkultur von Borjomi gründete genau auf dieser balneologischen Tradition. Ob konkrete Gesundheitsbehauptungen standhalten, ist Sache der medizinischen und balneologischen Fachliteratur, und ein Bad hier ersetzt keinen ärztlichen Rat; doch das schlichte Vergnügen, in warmem Mineralwasser in einem Bergwald zu liegen, braucht keine wissenschaftliche Rechtfertigung.

Anfahrt

Am lohnendsten ist die Annäherung zu Fuß vom Zentralpark von Borjomi, dem Pfad folgend, der das Flusstal etwa 2,5 bis 3 km hinaufsteigt — rund 30 bis 45 Minuten in gemächlichem Tempo. Der Weg führt durch den zunehmend dichten und schönen Wald der Schlucht oberhalb der Stadt, der Bach durchweg daneben und das Blätterdach bei warmem Wetter Schatten spendend, und die Wanderung verleiht der Ankunft an den Becken die Qualität verdienter Entspannung statt eines bloßen Transfers. (Beachten Sie, dass ein Teil der unteren Strecke durch den Zentralpark führt, wo ein kleiner Eintritt anfällt.)

Die Anfahrt mit dem Fahrzeug ist über eine nahe Borjomi abzweigende Waldpiste möglich, die auf dem unbefestigten Abschnitt ein Fahrzeug mit angemessener Bodenfreiheit verlangt; ein ortskundiger Taxifahrer ist die praktische Wahl für alle, die nicht beide Wege laufen möchten. Der Rückweg zu Fuß durch den Wald nach dem Baden, während die Stadt allmählich zwischen den Bäumen wieder auftaucht, wenn sich das Tal weitet, bildet einen befriedigenden Abschluss des Ausflugs.

Saisonaler Charakter

Die Becken sind ganzjährig geöffnet und genussvoll, doch die stimmungsvollsten Bedingungen bietet der Herbst und der Winter. Im Herbst färbt sich der Schluchtwald, und das warme Wasser inmitten der sich wandelnden Bäume gibt eine wunderschöne Kulisse ab. Im Winter, wenn die Luft kalt und die Bäume kahl oder schneebedeckt sind, steigt aus dem warmen Wasser eine Wolke aus Dampf in den kalten Wald auf — ein wahrhaft eindrucksvoller Anblick, und der Kontrast zwischen warmem Wasser und kalter Luft ist hier am belebendsten. Die Becken durch einen stillen, schneebedeckten Wald zu erreichen, ist Borjomi von seiner stimmungsvollsten Seite. Der Sommer ist angenehm für die Waldwanderung und das Bad, doch bei warmer Luft ist der Temperaturkontrast — und der erfrischende Thermaleffekt — am wenigsten ausgeprägt, und die Becken können voll werden.

Eine Anmerkung zu den Erwartungen: Dies ist ein rustikaler, beliebter Ort, kein bewirtschaftetes Spa. Zu Stoßzeiten können die kleinen Becken überfüllt sein, und die einfachen Umkleidemöglichkeiten unter freiem Himmel sagen manchen Besuchern mehr zu als anderen. Nimmt man ihn für das, was er ist — eine schlichte Waldthermalquelle —, ist es ein reizvolles Erlebnis; erwartet man Spa-Komfort, kann er enttäuschen.

Was mitzunehmen ist

  • Badekleidung und Handtuch — unerlässlich.
  • Sandalen oder wasserfestes Schuhwerk für den Weg zwischen den Becken und über den umliegenden Boden — dringend empfohlen.
  • Eine warme Schicht für danach — wichtig in den kühleren Jahreszeiten, da der Wechsel von warmem Wasser zur Bergluft rasch auskühlt, besonders im Herbst und Winter.
  • Die Umkleidemöglichkeiten sind einfach und unter freiem Himmel; stellen Sie Ihre Erwartungen auf einen natürlichen Badeplatz im Freien ein und nicht auf ein organisiertes Spa.

Anreise und Besuch

  • Lage: bewaldetes Tal oberhalb von Borjomi, etwa 2,5 bis 3 km flussaufwärts vom Zentralpark von Borjomi, Samtskhe-Javakheti, Südgeorgien.
  • Anreise: zu Fuß über den Waldpfad vom Zentralpark (30 bis 45 Min.) oder über die raue Waldpiste für Fahrzeuge (ohne geeignetes Fahrzeug ein örtliches Taxi empfohlen).
  • Öffnungszeiten: bei Tageslicht zugänglich; keine feste Schließzeit.
  • Eintritt: an den Becken kann ein kleiner Betrag anfallen, und der Zentralpark (durch den der Wanderweg führt) erhebt seinen eigenen kleinen Eintritt.
  • Beste Zeit: Herbst und Winter für das stimmungsvollste Baden (Dampf in der kalten Luft); ansonsten ganzjährig.
  • Kombinieren mit: dem Zentralpark von Borjomi und der Mineralquelle, der Seilbahn, dem Nationalpark Borjomi-Kharagauli und der weiteren Region — dem Likani-Palast (der Romanows), Bakuriani, Akhaltsikhe, Abastumani und Vardzia.

FAQ zu Kaukasus-Reisen

Die Schwefelbecken von Borjomi sind natürliche Thermalbecken unter freiem Himmel im Wald oberhalb von Borjomi, der Mineralwasser-Kurstadt im Süden Georgiens, etwa 3 km flussaufwärts vom Zentralpark von Borjomi. Warmes, schwefliges Mineralwasser sammelt sich in einigen einfachen Becken aus Stein und Beton auf einer Lichtung neben einem Gebirgsbach, umgeben vom dichten Wald der Schlucht. Ursprünglich in der Romanow-Zeit angelegt (die „Bäder der Zaren") und Mitte der 2000er-Jahre restauriert, werden sie über eine 30- bis 45-minütige Waldwanderung vom Zentralpark oder über eine raue Fahrzeugpiste erreicht. Der Reiz liegt in der natürlichen Umgebung und im schlichten Vergnügen eines warmen Bades im Freien — die Einrichtungen sind sehr einfach.

Es ist warm statt heiß — eine angenehme Badetemperatur, die von Becken zu Becken und je nach Jahreszeit schwankt, aber milder, als viele von einer „heißen Quelle" erwarten; man stellt seine Erwartung also am besten auf ein angenehmes warmes Bad ein und nicht auf ein dampfendes. Das Wasser hat den leichten Schwefelgeruch (Schwefelwasserstoff), der für Schwefelquellen weltweit typisch ist und nachlässt, sobald man sich daran gewöhnt; er ist einfach Teil der natürlichen Wasserchemie. Der Temperaturkontrast macht bei kaltem Wetter am meisten Freude, wenn das warme Wasser gegen die Winterluft dampft.

Schwefelhaltige Thermalwässer werden seit Langem traditionell mit Bädern gegen Haut-, Gelenk- und Kreislaufbeschwerden in Verbindung gebracht, und die ganze Identität von Borjomi als Kurstadt erwuchs genau aus dieser balneologischen Tradition. Man sollte dies eher als Teil der örtlichen Geschichte und Kultur denn als medizinische Tatsache verstehen — ein Bad ersetzt keinen ärztlichen Rat. Davon abgesehen ist das schlichte körperliche Vergnügen eines warmen Mineralbades in einem stillen Bergwald für sich schon Belohnung genug, ganz ohne Wissenschaft.

Am schönsten ist es zu Fuß vom Zentralpark von Borjomi: Ein Waldpfad steigt das Flusstal etwa 2,5 bis 3 km hinauf (30 bis 45 Minuten), durch einige der schönsten Wälder der Schlucht. (Die untere Strecke führt durch den Zentralpark, der einen kleinen Eintritt erhebt.) Man kann auch über eine raue Waldpiste hineinfahren, die eine angemessene Bodenfreiheit verlangt — ein ortskundiger Taxifahrer ist die einfache Option für alle, die nicht beide Wege laufen möchten. Bringen Sie Badekleidung, ein Handtuch, Wasserschuhe oder Sandalen und eine warme Schicht für danach mit.

Herbst und Winter sind am stimmungsvollsten — der Herbst wegen der Farben im Schluchtwald, der Winter wegen des Dampfes, der vom warmen Wasser in die kalte Luft aufsteigt (und der schönen Wanderung durch den verschneiten Wald). Der Sommer eignet sich für die Wanderung und das Bad, doch der Thermalkontrast ist am wenigsten ausgeprägt und es kann voll sein. Stellen Sie Ihre Erwartungen realistisch ein: Dies ist ein rustikaler, beliebter Ort unter freiem Himmel mit sehr einfachen Einrichtungen, kein gepflegtes Spa — die kleinen Becken können zu Stoßzeiten überfüllt sein, und die Umkleidemöglichkeiten sind minimal. Nimmt man ihn für das, was er ist, ist es ein wahrhaft reizvolles Waldbad.

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